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08.10.2019

Herren 2. Liga - 1. Meisterschaftsrunde

SC Oensingen Lions - STV Kappel 7:3

Mastria, Hürlimann; Jörg, Nünlist, Brunner, Amport, Baumberger, Hagmann, Heutschi
 
Ferien - in grüner und anderer Farbe - liessen das Kader der Oensinger zum Saisonstart stark schrumpfen. Mit lediglich sieben Feldspieler und zwei Torhütern reiste man zum Meisterschaftsauftackt ins „Dreiländereck“ zu Murgenthal. Mit von der Partie war auch Patrick Brunner - ja jener Herr Brunner, welcher sich noch zur Generalversammlung mit Pauken und Trompeten in den sportlichen Ruhestand verabschieden liess und dessen Name als „Legende“ ein Bandenelement in der heimischen Arena ziert. Vor dem Rücktritt liess er denn auch verlauten, dass die Chance einer Rückkehr bei „vielleicht höchstens 5%“ lägen. Zum Vergleich: dies ist nur unwesentlich mehr, als die Wahrscheinlichkeit des Tods eines Linkshänders durch ein Produkt für Rechtshänder...

Jörg und Nünlist öffneten den Torreigen und führten die Löwen im offensiven Alleingang zu einer stabilen Drei-Toreführung, welche man über die Pause hinweg halten konnte. Der zweite Block kam in der zweiten Halbzeit zum Zug. Sie schossen die wichtigen Tore 5 und 6, gerade als Kappel zu viert noch zwei Anschlusstreffer verbuchen mochte. Den Schlusspunkt setzte dann Brunner, welcher mit dem siebten Tor seinen Rücktritt vom Rücktritt zelebrierte. Zwar versuchte Kappel noch diesen Treffer mit allen Mittel zu verhindern - aber „Pädu“ ist übrigens „Rechtsausleger“.

 

SC Oensingen Lions - TV Grosswangen 6:7

Hürlimann, Mastria; Jörg, Nünlist, Brunner, Amport, Baumberger, Hagmann, Heutschi

Ein gänzlich „neuer“ Gegner aus dem Kanton Luzern wartete in der zweiten Partie auf die Jurasüdfüsser. Soweit sich der Schreibende zurückerinnern mag, hatten die Oensinger in 21 Jahren noch nie mit Grosswangen zu tun. Schnell und hart umkämpft startete die Partie. Nach dem 1:1 Ausgleich durch Baumberger, zogen die „Katzenstrecker“ mit zwei Toren in Front. Die Löwen aber bissen zurück und kehrten das Resultat kurz vor dem Pausentee in eine 4-3 Führung.

Als erstes Ungemach fiel Patrick „the Legend“ Brunner aber kurz vor der Pause mit einer Zerrung im linken Bein aus - die Geiseln des Alters sind unerbittlich - die Wahrscheinlichkeit hierzu, nun ja, wahrscheinlich höher als vorgängig genannte Beispiele.

In der heiss geführten Partie erklärte der Schiedsrichter schliesslich zum Seitenwechsel, dass er fortan jegliche gut gemeinten Ratschläge, Tipps und Tricks von Spielbeteiligten sorgsam beachten würde. Was der Unparteiische damit zu sagen versuchte, erfuhr Jörg dann bitter in der zweiten Spielhälfte am eigenen Leib. Jörg setzte sich in der 32. Spielminute nach einer ungeahndeten Behinderung an der Bande wuchtig durch, weshalb seinem Gegenspieler schliesslich das Gleichgewicht entschwand. Dies wiederum der Mann in schwarz (bzw. orange) mit zunächst zwei Minuten bestrafte. Das empörte Insistieren und die Frage nach dem Ausgangsfoul trugen unserem Heisssporn weitere zwölf Strafminuten (2+10) ein.

Die Luzerner nutzten die beiden Überzahl-Perioden und kehrten die Partie zu Ihren Gunsten mit einem Tor in Front.

Hürlimann machte in der Folge den Kasten für einen vierten Feldspieler frei, um in der Schlussphase noch den Ausgleich herbeiführen zu können. Zwar kassierten die Oensinger erst ein Gegentor ins verlassene Gehäuse, konterten aber umgehend wieder mit einem Anschlusstreffer. In der heissen Schlussphase liefen die verbliebenen fünf Löwen im Dauereinsatz bis auf das durchgewetzte Zahnfleisch - wurden aber ausser mit zwei guten Abschlusschancen nicht weiter belohnt und so mit einem Tor Differenz durch die Luzerner „gestreckt“.

 

Mit dem Mannschaftsgeist und Willen der Mannschaft erwachte trotz der knappen Niederlage im zweiten Spiel der Hunger auf mehr. Die Löwen kämpften aufopferungsvoll und müssen sich in der höheren Spielklasse nicht verstecken. Bereits nächsten Sonntag geht es weiter mit Runde zwei in Balsthal gegen die altbekannten Gegner aus Murgenthal und „Bäuch“.